Zum Inhalt

Island Abenteuer Urlaub – Teil 2 Golden Circle

Nach einer (zu) langen Pause, hier endlich der zweite Teil meines Berichts über unseren Island Abenteuer Urlaub. Diesmal weniger Text und mehr Bilder! 😉

Gen Osten auf die Golden Circle Tour!

Nach drei mehr als ausreichenden Tagen in der Stadt ging unsere Tour weiter:
Unser nächstes Ziel war ein kleiner Campingplatz namens Skjól Camping in der Nähe des weltberühmten Geysirs.

Campsite Skjol
Blick auf die Sanitäranlagen und die Bar vom Campsite Skjol

Nachmittags war der Zeltplatz noch absolut leer. Die meisten Camper kommen meist erst abends und brechen dann sehr früh wieder auf.

Campsite Skjol - einsames Zeltlager
Campsite Skjol – unser (noch) einsames Zeltlager

Wir sind nach dem Zeltaufbau noch schnell zu den wahrscheinlich touristischsten Attraktionen gefahren:

Gulfoss und Geysir

Gulfoss
Einer der bekanntesten Wasserfälle Islands!

 

Gulfoss Wasserfall Island
Die erste Stufe des Wasserfalls

 

Unglaubliche Wassermassen stürtzen in die Tiefe des Gulfoss
Unglaubliche Wassermassen des Gulfoss stürzen hier in die Tiefe. Ohrenbetäubender Lärm und Dauerregenbogen im aufsteigenden Wasserdampf.

Beide Spots sind sehr touristisch und leicht mit normalem Schuhwerk zu erreichen. D.h. man sollte sich seelisch darauf einstellen, nicht alleine zu sein. Alles ist auf Touristen ausgelegt und entsprechend überteuert. Ich war leicht schockiert, da sogar die Toiletten per Kreditkartenschlitz am Toilettendrehkreuz bezahlt werden können. Das sagt eigentlich schon alles 🙂

Wartende Touristen am Geysir, inklusive Mönch
Wartende Touristen am Geysir, inklusive Mönch.

Beim Geysir war natürlich einiges los. Dort gibt es ein Touristenzentrum an dem busseweise Leute angekarrt werden. Dann latschen alle den Hügel hoch, entlang ein paar schöner heißer Quellen und Dampfhügeln, stellen sich mit ihren Kameras auf und warten auf die Wasser Fontaine 🙂 Wir haben natürlich aus Gruppenzwang das Gleiche gemacht. Aber alles in Allem war es eher unspektakulär im Vergleich zu den späteren Dingen, die wir noch erlebt und gesehen haben.

Der eigentliche Geysir ist während unseres einstündigen Aufenthalts leider kein einziges Mal ausgebrochen. Dafür sein kleiner Bruder Strokkur ca. alle 10 Minuten. Man kann noch einen kleinen Berg besteigen und von dort in die Ebene Haukadalur  und das dahinterliegende Tal blicken.

Rückkehr zum Campingplatz Skjól

Erstmal auspowern auf dem Trampolinballon! Sehr spaßige Installation!

Island Campsite Skjol - Trampolin Backflip
Island Campsite Skjol – Simons Trampolin Backflip
Island Camping Frühstück
Unser Island Camping Frühstück

Abends dann eine heiße Dusche für 500 Kronen (ca. 4 €) und wer mochte, konnte sich in der Bar ein Bier für 900 Kronen (ca. 7€) oder das Pizzabuffet mit Salat für 1600 Kronen (ca. 12 €) leisten. Zwei Gäste waren schlauer, sie haben die dort verfügbaren Gitarren und andere Musikinstrumente geschnappt, ein paar Songs gespielt und das Publikum danach um Bezahlung in Naturalien gebeten. Auch eine schöne Möglichkeit! Free WiFi ohne Anmeldung gab’s dort auch noch.

Þingvellir Nationalpark Wanderung

Am nächsten Tag machten wir uns auf zu unserer ersten größeren Wander-Rund-Tour durch den Þingvellir Nationalpark. Leider war es sehr neblig und ab der Hälfte hat es auch noch angefangen in allen Varianten zu nieseln. Es wurden sogar neue Begriffe definiert wie:

  • Niesel – leichter Regen mit erkennbarer Vorzugsrichtung
  • Fissl – sehr leichter Regen ohne Vorzugsrichtung
  • Nissl – regenartige Feuchtigkeit aus Nebel
  • Fiesel – regenartige Feuchtigkeit aus Nebel mit Wind

Es ging bergauf, bergab und ca. 10 km im Kreis in der Gegend rum. Sehr beschreibend, ich weiß. Wir wissen nur noch, dass der Berg Hengill hieß. Es war aber dennoch sehr schön und es ist auch bei Feuchtigkeit eine geniale Landschaft! Zum „Glück“ haben wir uns noch verlaufen und kamen so auf Umwegen noch zum Thermalkraftwerk und dem überwältigenden Duft von allgegenwärtigen Eiersalat.

Silfra – Schnorcheln zwischen Amerika und Europa

Am nächsten Tag wollten wir weiter ins Hochland fahren.
Ich habe mir zuvor aber noch einen Traum erfüllt und bin mit einem Kumpel in der Silfra Spalte zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte schnorcheln gegangen. Absolut geniales Erlebnis! In kristallklarem 2°C kaltem Gletscherwasser in einem Wetsuite tauchen zu gehen war extrem. Extrem kalt, extrem schön! Das Wasser ist so rein und klar, dass man ohne Probleme hunderte Meter weit sehen konnte. Wir hatten auch noch Glück und nach anfänglichem Regen schien die Sonne perfekt in das Tauchgebiet hinein. Unser Tauchguide empfahl uns auch so viel wie möglich vom Wasser zu trinken, da es sehr gesund sei.

Die Unterwasserwelt war einfach nur beeindruckend. Wir haben dort Conrad aus Amerika kennen gelernt.
Er hatte seine GoPro dabei und schickt mir noch ein Video, dass ich hier dann einfügen werde. Ich bin schon sehr gespannt auf die Aufnahmen!

Lustige Anekdote

Bei der Online Buchung des Schnorchel-Trips hatten wir nur die Wetsuite Option gesehen. Als uns dann der Guide aufgabelte, meinte er nur: „Warum habt ihr denn nicht einen Drysuite gebucht? Ihr wisst schon, dass ein Wetsuite wirklich, wirklich kalt ist? Der Drysuite kostet gleich viel und ist viel wärmer! Jetzt habe ich leider nur Wetsuits für euch dabei. Der Vorteil ist aber, dass man richtig unter Wasser tauchen kann und nicht wie eine Kartoffel auf der Wasseroberfläche paddeln muss.“

Oh mein Gott, was haben wir getan?? Wir waren natürlich etwas schockiert! Schlussendlich hat es das Ganze aber nur um so spannender gemacht!

Rückblickend war ich sehr froh einen Wetsuite gehabt zu haben, da man so viel freier Tauchen konnte.

Einzig der Moment, als das kalte Gletscherwasser zum ersten Mal in den Wetsuite eindrang und den Nacken herunterlief war echt krass. Ebenfalls sehr hart war, als bei einer starken Schwimmbewegung der Schnorchel aus dem Mund flog, da die betäubten Lippen ihn nicht mehr halten konnten und das Eiswasser auf die Zähne traf. Brrrr!!

Kostenfaktor: zwischen 14-18.000 Kronen (120-160 €). Sehr teuer aber ein absolut einmaliges Erlebnis und ich würde es jederzeit wiedermachen. Jetzt brauch ich einen Tauschschein und dann möchte ich das Ganze nochmal mit Tauchequipment machen!

Im nächsten Teil geht es dann um das Hochland, Flussüberquerungen, Polarlichter, Gletscher und Islandponys.

Published inReiseberichte

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: